„Spezifische Wortwahl-Anpassungen” - so habe ich gestern 1 Stunde mit ChatGPT verbracht.
Ich wollte meine Verlagsvision überarbeiten. Erster Wurf der KI? Solide, aber generisch. „Digitalisieren” statt „inspirieren”. Zu technisch, zu wenig kreative Vision.
Also bin ich in den iterativen Prozess gegangen:
→ „Ändere 'digitalisieren' zu 'kreativ beflügeln'”
→ „Baue das Wort 'Berghütten-Philosophie' ein”
→ „Explizite Anforderung: Fokus auf 'Human-in-the-Loop als Stärke'”
→ „Schreib es aus Verlegerperspektive”
Jede Runde wurde die Vision präziser. Aus einem 08/15-Text wurde eine scharfe Positionierung, die genau meine Berghütten-Philosophie für kreative Prozesse transportiert.
Das Faszinierende: Die KI lieferte die Rohsubstanz, aber die kreative Führung kam von mir. Welche literarischen Nuancen wichtig sind. Welcher Ton Autoren anspricht. Welche Botschaft im Verlagswesen wirklich zählt.
Genau das ist der Unterschied zwischen passivem KI-Konsum und aktivem KI-Gestalten:
Passiv = „Schreib mir eine Verlagsvision” → Akzeptieren was kommt
Aktiv = Iterative Steuerung mit klaren kreativen Vorgaben
Für Verlagsleiter ist das entscheidend. Unsere kreativen Visionen sind zu wichtig, um sie der KI blind zu überlassen. Aber mit der richtigen Führung wird sie zum perfekten Partner für die Programmentwicklung.
Wie steuert ihr eure KI-Interaktionen im kreativen Bereich? Nehmt ihr den ersten Output oder führt ihr iterativ zum gewünschten kreativen Ergebnis?