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LinkedIn-Beitrag vom 14. Juli 2026

Dr. Christof Schürmann

Ihre wichtigsten Quellen stehen nicht bei Google. Durchsuchen können Sie sie trotzdem.

Vor Kurzem habe ich für ein Partnerprojekt einen über Jahrzehnte gewachsenen Bestand an Büchern und Fachartikeln erschlossen, der nirgends zentral durchsuchbar lag. Wer etwas suchte, blätterte oder verließ sich aufs Gedächtnis.

Was früher Suchmaschinen-Infrastruktur gebraucht hätte, läuft heute mit frei verfügbaren Bausteinen lokal. Mehrere Suchverfahren arbeiten zusammen, dazu der direkte Zugriff auf die Fachliteratur aus Original-Datenbanken wie PubMed oder Semantic Scholar über deren Schnittstellen. Das kommt einer guten Websuche nahe, über Material, das im Web gar nicht steht.

Ein Antwort-Generator wie Perplexity wirkt dagegen wie der heilige Gral der Wahrheit: Frage rein, fertige Antwort raus. Aber je seltener und spezialisierter das Thema, desto mehr erfindet er dazu. Ich habe es in einem Forschungs-Grenzbereich getestet: bei den innovativsten Fragen erfand es Belege, komplett mit DOIs und Links, die ins Leere führen. Ausgerechnet im Spezialgebiet, in dem ein Fachautor schreibt, ist er am unzuverlässigsten.

Der Punkt ist die Belegbarkeit: jede Aussage führt zur Originalarbeit zurück, nicht zu einer erfundenen.

Bevor das erste Kapitel geschrieben wird, lege ich diese Such-Schicht über die eigenen und die wissenschaftlichen Quellen. Sie ist das Fundament dafür, dass das Manuskript jeder Nachfrage standhält.

Wie prüfen Sie heute, ob eine Quelle wirklich sagt, was Sie ihr zuschreiben: am Original, oder an einer KI-Antwort?

#Buchproduktion

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