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LinkedIn-Beitrag vom 16. Juli 2026

Dr. Christof Schürmann

„Zeigen Sie mir, was Sie geändert haben”, fragte der Verlag. Ich konnte es zeigen.

Die meisten Autoren, die mit KI arbeiten, können diese Frage nicht beantworten. Die Änderungen verschwinden im selben Moment, in dem sie übernommen werden. Der überarbeitete Text ist da. Die Entscheidung dahinter ist weg.

Das passiert, wenn man einen KI-Rewrite direkt in den Text kopiert. Was die KI vorschlug, was man selbst wählte und was man ablehnte, ist alles gelöscht. Zwei Wochen später, im Verlagsgespräch, bleibt nur Schulterzucken.

In meiner Buchproduktion läuft das anders. Jede KI-Revision wird zuerst nebeneinander gezeigt: Ergänzungen in Grün, Streichungen in Rot, die Begründung der KI direkt daneben. Ich lese, vergleiche und entscheide, und erst dann landet die Änderung im Text, nicht vorher.

Das Grün-Rot-Bild ist das Protokoll. Wenn der Verlag fragt, zeige ich es. Wenn ich sechs Wochen später selbst nachschaue, sehe ich noch die Entscheidung, nicht nur das Ergebnis. Die Revision bleibt sichtbar, auch nach dem Speichern.

An diesem Punkt hört die KI-Unterstützung auf, unsichtbar zu sein. Sie wird sichtbar gemacht, bevor sie akzeptiert wird, nicht nachträglich rekonstruiert.

Wenn Ihr Verlag Sie morgen fragt, welche Formulierungen die KI vorgeschlagen hat und welche Sie selbst geschrieben haben: können Sie es ihnen zeigen?

#Buchproduktion

Grafik zum Beitrag vom 16. Juli 2026